Die Geschichte beginnt mit einem Prolog. Eine tote, nein vielmehr eine schlafende
Landschaft wird durch einen Fremden wiedererweckt. Wer dieser Fremde ist, wird nicht gesagt,
denn die Perspektive gehört den Steinen.
Danach kommt ein drastischer Schwenk. Aus dem Tod in das Leben. Schauplatz ist die Stadt
Havenjard, eine reiche Handelsstadt am Meer von Dherrin. Wir machen die
Bekanntschaft von Daian Indoraín, einem Kaufherren und seiner Tochter Dorwen. Daian wartet
voller Unruhe auf einen Boten aus Rha'herell, eine Stadt über 250 Meilen nordöstlich
ebenfalls am Meer gelegen.
Dort hat die Schattengilde ihren Sitz, der Daian selber angehört.
Was genau ist die Schattengilde? Ursprünglich eine Verbindung von acht Magiern, die einem
großen Übel entgegengetreten sind, hat sich die Gilde über die Jahrhunderte hinweg in eine
völlig andere Richtung entwickelt. Die Gilde ist in die politische Intrigen Dherrins
verwickelt und strebt seit einigen Jahrzehnten, unter dem derzeitigen Gildengroßmeister
Irwaín danach, das Nordenland aus dem Hintergrund zu regieren.
Daian war eine Nachtklinge, ein Attentäter, der im Auftrag der Gilde unliebsame Personen zum
Schweigen brachte.
Er hat sich vor knapp zwanzig Jahren aus dem aktiven Dienst zurückgezogen und in Havenjard
ein blühendes Handelskontor eingerichtet. Sein Haus diente zwar der Gilde als Freihaus,
aber seit einigen Jahren hatte er nichts mehr aus Rha'herell gehört.
Das ändert sich nun.